Nach einem ausgezeichneten Frühstück im Gasthof Mamauwiese starte ich in einen kalten aber wunderschönen Tag. Der Blick zum Schneeberg ist faszinierend und imposant zugleich. Der Wind bläst Schneewolken vom Gipfelbereich des Berges.

Vom Gasthof geht es südlich Richtung Fadengraben und am Waldrand beim Wegweiser rechts hinauf zur Dürren Leiten. Dem Weg folgend komme ich bis an die Abbrüche heran. Von dort bietet sich ein herrlicher Rückblick zur Mamauwiese.

Ich stapfe im Schnee weiter bergauf und komme schließlich zur Putzwiese, wo sich der Schneeberg in voller Pracht zeigt. Das Almreserlhaus und die Edelweißhütte sind von hier in wenigen Minuten erreicht. Leider ist die Edelweißhütte heute wegen Urlaub geschlossen. Gut, dass ich genug zu Essen mithabe. Bei meiner Rast unterhalte ich mich mit dem Bergführer, der heute hier Dienst hat. Er erzählt mir einiges über die erhebliche Lawinengefahr die heute am Schneeberg herrscht und bestätigt meinen Plan nicht über den Fadensteig zum Schneeberggipfel aufzusteigen, sondern über den Südlichen Grafensteig um den Berg herzum zu wandern. Ich muss nichts unnötig riskieren. Am Schneeberg und am Klosterwappen war ich schon mehrfach. Auch über den Fadensteig bin ich schon zweimal aufgestiegen. Und von der Rückseite bin ich ebenfalls schon auf- und abgestiegen. Eine Überschreitung des Hochschneeberges kann ich somit auf meinem Konto verbuchen :-)

Ich gehe also hinüber zur Sparbacherhütte und weiter unterhalb der Fadenwände über den Fadenweg hinauf zum Ferdinand Fleischer Gedenkstein auf 1.522 m. Heute entdecke ich ihn jedoch nicht. Er dürfte komplett mit Schnee bedeckt sein. Vom Gedenkstein, dem höchsten Punkt der heutigen Tour, geht es steil bergab bis zur Kienthaler Hütte. Selbst mit Schneeschuhen habe ich Mühe, nicht am steilen Hang abzurutschen. Ich bin froh, als ich die Hütte im Blickfeld habe und voller Begeisterung als mich der Wirt in die Hütte hinein bittet. Normalerweise ist sie noch geschlossen. Doch der Wirt macht heute mit ehemaligen Arbeitskollegen einen Ausflug und ist zufällig vor Ort. Wir unterhalten uns köstlich und Kaffee gibt es für mich auch noch gratis. VIELEN DANK dafür. Gut gelaunt nehme ich das letzte Stück in Angriff hinunter zur Jackobsquelle und von dort über den Ferdinand Mayr Weg zum Weichtalhaus. Alternativ könnte über die Weichtalklamm abgestiegen werden. Auch das Weichtalhaus ist noch geschlossen. Daher gehe ich auf der Straße bis nach Kaiserbrunn. Von dort geht es per Anhalter nach Payerbach und schließlich zurück nach Wien.

Die Tour im Überblick

Tourverlauf: Gasthof Mamauwiese (957 m) – Edelweißhütte (1.248 m) – Fleischer Gedenkstein (1.522 m) – Kienthaler Hütte (1.416 m) – Weichtalhaus (547 m) – Kaiserbrunn (526 m)

  • Mittlere Tour
  • 15 Kilometer
  • 6 Std 25 Min Gehzeit
  • 8 Std 10 Min gesamt inkl. Pausen
  • Aufstieg: 769 m
  • Abstieg: 1.193 m
  • Höchster Punkt:
    Fleischer Gedenkstein (1.522 m)
  • Niedrigster Punkt:
    Kaiserbrunn (526 m)
  • Wetter: sonnig, -5 Grad
Maximale Höhe: 1539 m
Minimale Höhe: 525 m
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2 Kommentare

  • Hallo Katja! Vielen Dank. Ich freue mich schon auf die kommenden Etappen und werde natürlich wieder darüber berichten. Derzeit stehe ich vor der Rax und warte auf Schneeschmelze ;-) Wenn du bis Mariazell einige Male gegangen bist, hast du bereits ideale Voraussetzungen für den Nordalpenweg gesammelt. Vielleicht setzt du deinen Plan einmal in die Tat um. Ich habe auch mehrere Jahre darüber nachgedacht, bevor ich los gestartet bin. Ist sicher eine Zeitfrage … aber wo eine Wille da ein Weg :-)) Liebe Grüße, Harald

  • Katja sagt:

    Hallo Harald,

    sehr genial was Du da vor hast…hab ich auch mal geplant. „Deinen“ ersten Teil bin ich schon einige Male gegangen….Perchtoldsdorf bis Mariazell…DANKE für die Pics zum Erinnerungen auffrischen. Freu mich schon wieder auf die Berge in Österreich :-)

    glg & viele schöne Momente bei Deinem Vorhaben, Katja

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