Die halbe Strecke bin ich bereits auf der Burgenlandroute des Nordalpenweges gewandert. Heute gehe ich das nächste Stück von Scheiblingkirchen bis nach Maria Schutz.

Mit dem Eilzug fahre ich von Wien nach Edlitz-Grimmenstein und anschließend mit dem Regionalzug nach Scheiblingkirchen, wo meine letzte Wanderung endete. Gegen 9:00 Uhr starte ich die Tour und freue mich über den überraschend sonnigen Dezembertag.

Vom Bahnhof in Scheiblingkirchen gehe ich Richtung Autobahn, unterhalb dieser durch und hinein in den Wald. Nach einigen hundert Metern zweigt der Weg links ab und führt bergauf zurück zur Autobahn. Dieser folge ich ein kurzes Stück, bevor ich nach rechts abbiege und den Wald verlasse. Es geht immer geradeaus, wieder durch Wald, bis nach Thann und weiter nach Kulm. Auf der Landesstraße 4147 marschiere ich weiter, bis zu einer Kreuzung mit einem weit sichtbaren Materl. Dort biege ich links hinab nach Hassbach.

Sehr interessant finde ich die Gedenktafel im Ort, die über den bekannten Pilosophen Ludwig Wittgenstein informiert, der hier zwischen 1920 und 1926 Lehrer war. Anziehend finde ich auch das Gelächter, welches bei der Kirche zu hören ist. Als ich ankomme ist mir alles klar. Hier gibt es einen Punschstand … sehr verlockend. Aber ich bleibe standhaft und marschiere weiter. Gleich bei der Kirche geht es rechts hinauf in den Wald Richtung Berg, wo es unter dem Hohenberg zu einer Zufahrtsstraße geht, auf der ich bis Kogelhof weiter wandere und dann halbrechts abbiege.

Nun ist es nicht mehr weit bis zum Landgasthof Fally in Ödenkirchen, bei dem ich zu Mittag einkehre. „Wo der Fuchs der Henne gute Nacht sagt. Wo die Wiesn nach Kräutern duften. Wo die klare Luft durchatmen lässt. Dort lädt die Familie Fally zum Gnießen, Entspannen und Energietanken ein.“ Ein wunderschöner Gasthoft mit ausgezeichnetem Essen.

Auf der nach Rams führenden Straße gehe ich mit vollem Magen flott bis zum Ramssattel mit dem Ramswirt. Von hier leiten mich die Wegweiser des Nordalpenweges mit der Nummer 01A nach Raach am Hochgebirge und weiter nach Schlagl. Beim Hotel Westermayer biege ich links ab und wandere im Schnee hinauf zur Schanzkapelle. Die Kapelle wurde 1787 von Georg Brenner zum Dank errichtet, dass seine Tiere von einer Viehseuche verschont blieben. Da es mittlerweile zu dämmern beginnt, werfe ich nur einen kurzen Blick in die Kapelle und gehe rasch den steilen Göstritzgraben hinunter bis nach Göstritz. Bereits im Dunkeln gehe ich das letzte Stück bis nach Maria Schutz. Vom Wallfahrtsort fahre ich mit dem Bus nach Gloggnitz und mit der Bahn zurück nach Wien.

Die Tour im Überblick

Tourverlauf: Scheiblingkirchen (373 m) – Kulm (603 m) – Rams (824 m) – Raach am Hochgebirge (813 m) – Schanzkapelle (1.000 m) – Maria Schutz (760 m)

  • Leichte Tour
  • 27 Kilometer
  • 6 Std 40 Min Gehzeit
  • 7 Std 50 Min gesamt inkl. Pausen
  • Aufstieg: 1.135 m
  • Abstieg: 750 m
  • Höchster Punkt:
    Schanzkapelle (1.000 m)
  • Niedrigster Punkt:
    Scheiblingkirchen (373 m)
  • Wetter: sonnig, bewölkt, 5 Grad
Maximale Höhe: 986 m
Minimale Höhe: 375 m
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